
Drei Premieren in der Neuen Synagoge
Mittwoch, 2. September 2009, 19:00 Uhr
DER LIEBE AUGUSTIN
Das Wiener Kabarett um Stella Kadmon
mit: Maegie Koreen, Pascal Vallée, am Piano: Niclas Floer
Mittwoch, 4. November 2009, 19:00 Uhr
DIE ZERSÄGTE DAME
Eine Lebens-Revue der Annemarie Hase
mit: Maegie Koreen, Nina Tripp, am Piano: Niclas Floer
Mittwoch, 2. Dezember 2009, 19:00 Uhr
EIN CHANSON FÜR EDITH
Der Welterfolg des Norbert Glanzberg
mit: Maegie Koreen, Jennifer Labath, Pascal Vallée,
am Piano: Niclas Floer
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Die Orte, an denen in den Großstädten Europas bevorzugt über Sensationen und Rekorde, soziale Krisen oder politische Entscheidungen räsoniert wurde, waren die Kaffeehäuser. Vor allem Literaten und Kleinkünstler machten aus ihnen Kultstätten ihrer Kreativität und des freien Geistes. In Nebenoder Kellerräumen bauten sie „Brett’lbühnen” auf, die sie Dichtelei, Künstlercafé, Literaten- oder Chansoncafé nannten.
Auf begrenztem Raum mit intimer Wirkung riefen beeindruckende Darbietungen pure Momente einer visionären Entrückung hervor. Diese literarischen Kabaretts machen den eigentlichen Mythos der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts aus. Erst mit der 1933 einsetzenden Vertreibung und Ermordung der Juden wird in vollem Umfang deutlich, wie sehr diese Kultur von Künstlern jüdischer Herkunft geprägt war.
Rund dreitausend jüdischen Künstlern gelang es aus Nazideutschland zu emigrieren. In den Asylländern gaben sie dann wieder literarisch-musikalische Abende in Exilanten-Cafés, Kellerbars, auf Dachterrassen oder in Rundfunkstudios, für Sendungen in Richtung Heimat. So hat sich die Kunst des Chansoncafés unfreiwillig auch über die Welt verteilt.
MAEGIE KOREEN ist die künstlerische Leiterin und Autorin dieser Chansonkonzerte gegen das Vergessen. Als profunde Kennerin der Chansonkultur erzählt sie uns die Geschichten der Menschen, die dieses Genre geschaffen und kreiert haben.
NINA TRIPP ist eine Chansonette wie man sie sich vorstellt. Mit messerscharfer Zunge und einer guten Portion Humor zieht sie das Publikum in ihren Bann. Sie hat sich auf die Chansons von Hollaender und szenische Chansonabende spezialisiert.
PASCAL VALLÉE gestaltet durch seine persönliche Präsenz und mit seinem sängerischen Vermögen neue Möglichkeiten im Chanson. 2005 wurde ihm ein Preis im Wettbewerb Gesang durch den Landesmusikrat und den Tonkünstlerverband NRW zuerkannt.
JENNIFER LABATH hat den Seelengestalten der Piaf bisher nicht gekannte Farben und Stimmungen entlockt. Sie kann die wechselnden Gefühlsregungen mit zärtlicher und manchmal auch brutaler Berührung zum Ausdruck bringen.